Lieber Ingo, bitte um eine kurze Vorstellung.

Liebe taf-Gemeinde, mein Name ist Ingo Neumüller, ich bin 42 Jahre alt und lebe mit meiner Lebensgefährtin und unseren beiden Kindern (8J u. 3J) in Unterweitersdorf im Mühlviertel. Nach meiner Tennisprofikarriere war ich als Tennistrainer, Betreuer und Coach auf der ATP Tour (Jürgen Melzer, ATP Nr. 8, Gerald Melzer ATP Nr. 130) tätig. Meine Hobbies sind: Tennis, Golf, Radfahren, Wandern, Lesen.

Seit wann bist du bereits bei der Generali Versicherung AG tätig und wie kam der Kontakt mit der taf-tennis academy zustande?

Vor ca. 2 Jahren entschied ich mich beruflich neu zu orientieren, und seit 1 ½ Jahren bin ich jetzt bei der Generali im Außendienst tätig.

Mit Marco und Helmut verbindet mich eine langjährige Freundschaft. Marco drückte mir als Fan 1997 in Paris bei den French Open, wo ich im Juniorenbewerb spielte, die Daumen, wir waren damals Mannschaftskollegen bei Tennispoint Pasching. Helmut war ein oftmaliger Gegner auf der ÖTV-Tour, er bekam von mir des öfteren eine Lehrstunde, dafür bekam ich einen Skikurs auf dem Hochkar von ihm.

Schon immer pflegten wir einen positiven, respektvollen und freundschaftlichen Umgang miteinander und schätzten die Arbeit des anderen. Einige Spieler der taf durfte ich auch trainieren und die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten erfolgte stets professionell und immer in einem engen und ehrlichen Austausch.

Wie genau sieht die Kooperation zwischen Generali und der taf aus bzw. was ist alles geplant?

Meine Einstellung als Trainer war immer die bestmögliche Betreuung für jeden einzelnen Spieler. Und genau diese Philosophie vereint mich jetzt auch mit der Generali, nämlich die individuelle Betreuung eines jeden Kunden in seiner jetzigen Lebenssituation. Als Partner verbindet uns einerseits die hohe Qualität, Professionalität und Zuverlässigkeit. Mit der Generali als „Life Time Partner“ freue ich mich besonders auf eine tolle langjährige Zusammenarbeit mit dem ganzen taf-Team, Spielern und Eltern.

Als ehemaliger Top-Jugendlicher, Tennisprofi und selbständiger Tennistrainer weiß ich genau, wie wichtig es ist in vielen Bereichen bestmöglich abgesichert zu sein und vorgesorgt zu haben. Welche Möglichkeiten habe ich nach einer Verletzung? Wie schnell kann ich wieder ins Training einsteigen? Welche Therapiemöglichkeiten habe ich? Was passiert mir als Trainer wenn ich vielleicht 2 Monate aufgrund eines Unfalls nicht arbeiten kann? Für diese Fragen bin ich für alle als Ansprechpartner da.

Mit unserem speziellen „Generali-taf-Konzept“ freut es mich euch auf eurem Weg als Spieler und Trainer unterstützen zu können.

Auch weiß ich mit welchen Aufwand Eltern ihre Kinder fördern, wie viele Kilometer zu Trainings oder Turnieren gefahren werden. Auch hier haben wir die Möglichkeit im Rahmen unseres Generali-taf-Konzepts diese Eltern zu unterstützen.

Du selbst warst ja ebenfalls Profi-Spieler – Wann hast du mit dem Tennis angefangen und was waren deine größten Erfolge als Spieler?

Ich bin sozusagen auf dem Tennisplatz in Nettingsdorf aufgewachsen. Meine Eltern waren leidenschaftliche Spieler und damals war es eigentlich so üblich, dass sich alle Erwachsenen nach der Arbeit am Tennisplatz getroffen haben. Somit verbrachte ich schon als Kind viel Zeit am Tennisplatz, vor allem die Tenniswand war mein erster richtiger Gegner, leider blieb sie unbesiegt 😉

Meine größten Erfolge:

  • Jugendstaatsmeister U10 und U16
  • Vizeweltmeister Team U16
  • VF French Open Junioren Bewerb
  • Vielfacher LM allgemeine Klasse
  • Staatsmeister 2003
  • Staatsmeister Doppel 2004
  • Oftmaliger Staatsmeister Mannschaft mit dem ULTV Linz
  • Bestes ATP Ranking: 370

Wer war dein Kindheits-Idol und gibt es jetzt auch noch Vorbilder?

Thomas Muster und Pete Sampras

Aktuell finde ich Emma Raducano beeindruckend – ein Grand Slam ohne Satzverlust aus der Quali zu gewinnen ist einfach eine überirdische Leistung

Was macht für dich den Tennis-Sport so einzigartig und besonders?

Die Vielseitigkeit dieses Sports ist einzigartig und macht es auch dementsprechend herausfordernd. Physiche und psychische Komponenten, Technik, Geschicklichkeit, Tagesverfassung, der Gegner auf der anderen Seite des Netzes, Sonne, Wind und vieles mehr.

Du kannst heute super spielen und verlieren, am nächsten Tag schlechter spielen und gegen den selbigen Gegner gewinnen.

Wie beurteilst du die Arbeit der taf-tennis academy?

Marco und ich haben damals die Tennislehrerausbildung gemeinsam gemacht und dadurch verfolge ich die taf eigentlich schon seit der Geburtsstunde. Helmut und Marco haben hier etwas geschaffen, was in Österreich und zum Teil über die Grenzen hinaus einzigartig ist. Fachliches Wissen immer auf dem aktuellsten Stand gepaart mit der richtigen Einstellung, Innovationen und ein tolles, motiviertes und professionelles Team an Trainern und Mitarbeitern. Alle im Team haben definitiv das Tennisherz am richtigen Fleck, daher gibt ihnen der Erfolg auch recht, diesen Weg weiter zu gehen.

Was sagst du zur Entwicklung des Österreichischen Tennis in den letzten Jahren und wo siehst du ihn in naher Zukunft?

Mit Dominic Thiem haben wir natürlich ein wahnsinniges Aushängeschild. Das gilt es besonders jetzt für die Jugend zu nutzen. Tennis boomt, auch in der Coronazeit. Leider schaffen wir es in Österreich nicht unsere Kräfte im Nachwuchsbereich zu bündeln, die besten Trainer sollte man dafür auch in den richtigen Positionen einsetzen. Durch mehr „Miteinander“ sollten wir auch in der Zukunft wieder breiter aufgestellt sein.

Welche Gemeinsamkeiten gibt es für dich zwischen deinem derzeitigen Beruf und Tennis?

Beides verbindet ziemlich viel, sogar mit sehr vielen Parallelen, unter anderem: Ehrgeiz, Zielstrebigkeit, Pünktlichkeit, Respekt gegenüber den Personen mit denen man arbeitet, Fairness, neue Herausforderungen annehmen, aus Fehlern lernen, seine eigenen Grenzen kennen zu lernen

Was ist deiner Meinung nach notwendig um noch mehr Kinder & Jugendliche fürs Tennis zu begeistern?

Ich denke der Weg geht in die richtige Richtung, man sieht wieder mehr Familien und Tennisrückkehrer in den Tennisvereinen. Die Richtung bei den Jugendturnieren gefällt mir da nicht ganz so, ich habe oft genug gesehen mit welchem Druck die Kids schon von Eltern und Trainern konfrontiert werden, das hat mich sehr irritiert. Tennis ist ein Spiel, das sollte man nicht vergessen! Und es ist ein Lernprozess mit vielen Facetten, die einem egal in welche Richtung es geht, einem auf dem weiteren Lebensweg weiterhelfen.

Welche Tipps bzw. Ratschläge kannst du den Kids & Jugendlichen, die bei uns tagtäglich versuchen ihren Traum vom Tennisprofi zu verwirklichen, mit auf den Weg geben?

Es gibt kein „Ich kann das nicht“ – höchstens ein „Ich kann das noch nicht“!

WORDRAP:

Laufen oder Kraftkammer? Laufen

Helene Fischer oder DJ Ötzi? optisch Helene Fischer

Griechisch oder Mexikanisch Essen? Mexikanisch

Wandern oder Schwimmen? Wandern

Mercedes oder BMW? BMW

Tattoo oder Piercing? weder noch

Bier oder Wein? Ein gutes Glas Rotwein

Singen oder Tanzen? Singen alleine im Auto

Pizza oder Pasta? Pasta

Hund oder Katze? Natürlich meine 3 Hunde

Techno oder Hip-Hop? Rock

iOs oder Android? IOs

Land oder Stadt? Land

Obst oder Gemüse? Gemüse

Träumer oder Realist? Realist

Schauspieler oder Model? Schauspieler

Strandurlaub oder Städtetrip? Ab in die Berge

Fisch oder Fleisch? Beides lecker in guter österr. Bioqualität

Facebook oder Instagram? FB

Party oder Sofa? Eindeutig Sofa

 

Hardcourt oder Claycourt? Hardcourt

Slice oder Topspin? Da muss ich wohl den Slice nehmen

Federer oder Nadal? Federer

Besaitung Weich oder Hart? 25 kg

French Open oder Wimbledon? French Open

Einzel oder Doppel? Einzel, fürs Doppel bin ich mittlerweile zu langsam

Lange Rallye oder Serve&Volley? Lange Rallye

Stop oder Lob? Stop

Australien Open oder US Open? Night Session US Open

McEnroe oder Borg? Hm, Jimmy Conners